Archive for Februar, 2006

Nachtrag zum „bedingungslosen Grundeinkommen“

Wer sich den Vortrag zum bedingungslosen Grundeinkommen nicht herunterladen konnte und/oder wollte, kann sich ja die schriftliche Fassung eines GSP-Radio-Lora-Beitrags zum gleichen Thema in dessen Archiv durchlesen.

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24. Februar 2006 at 21:12

„Arbeitslose versteigern“

Ascetonym weist in einem Blogeintrag auf eine Newsmeldung hin, welche wieder einmal eine ’nette‘ Idee enthält, wie man das Leben für ALG II-Empfänger noch unangenehmer und mit der Angst vor einer solchen Behandlung allgemein die Löhne drücken könnte.

Das blamiert übrigens auch wieder einmal das Vorgehen aktionistischer Linker, welche die Härten, denen man in diesem Laden ausgesetzt ist, nicht etwa darauf untersuchen, wie sie mit Kapitalismus und bürgerlichen Staat zusammenhängen, sondern sie lediglich moralisch blamieren wollen. Dazu bauen sie das Ideal eines guten Kapitalismus auf, indem sie alles Schädliche vom realen Kapitalismus ideell abtrennen. Dieses bringen sie dann (auch noch ein wenig überspitzt* – Lohnarbeit ja, Sklavenarbeit nein) gegen den realen Kapitalismus in Stellung , um dann darüber Empörung zu verbreiten und somit an die Moral der anderen Kapitalismusidealisten anzuknüpfen, dass dieser nicht ihrem Ideal von ihm entspricht. Damit nehmen sie freilich in schöner Regelmäßigkeit wie auch hier wieder einmal nur die nächste „kreative Idee“ zum Umgang mit dem Menschenmaterial schon einmal als „kreative Aktion“ vorweg.

* Klar, dass sie da auch überhaupt erst die besonderen Härten interessieren und nicht schon das prinzipielle Ausschlussverhältnis, welches das Eigentum ist, die „Normalarbeitsplätze“, in denen man im fremden Dienst schuften muss und der Lohn eine nach Möglichkeit zu senkende Kost für den Kapitalisten ist etc.

21. Februar 2006 at 14:53

Nachträge zum Karrikaturenstreit und zum Iran; Sonstiges

Bei Argudiss gibt es jetzt den Vortrag „Karikaturenstreit & Irankonflikt: Die Toleranten betreiben Feindbildpflege für ihren nächsten Krieg gegen die ‚Achse des Bösen'“ zum Download.

Kante hat ein Zitat eines der dänischen Mohammed-Karrikaturisten gefunden, welches noch einmal belegt, dass es bei den Karrikaturen eben nicht wie häufig behauptet nur um eine Kritik an Mohammed oder um Religionskritik, sondern tatsächlich um Feindbildpflege handelt.

Auf der Homepage der anarchosyndikalistischen FAU ist „eine Stellungnahme der Aktivisten von ‚Linke Einheit der Arbeiter Iran‘ an die weltweite Antikriegs- und antikapitalistische Bewegung zur Lage im Iran zwischen internationaler Krise und Klassenkampf“ dokumentiert. Diese sagt zwar m.E. leider nicht sonderlich viel über deren Argumente und ihre Kritik aus, ist aber sowohl als Lagebeschreibung interessant, als auch deshalb, weil sich darin deutlich zeigt, dass die(?) iranische Linke bei all ihrer Kritik am Mullah-Regime nicht scharf darauf ist, sich zu ihrer Befreiung Bomben auf den Kopf werfen zu lassen und deshalb eine klare Position gegen einen Militärschlag einnimmt.

Bei Gegeninformation sind einige GegenStandpunkt-Artikel im pdf-Format erhältlich, die soweit ich weiß teilweise nicht anderweitig online zu finden sind.

20. Februar 2006 at 10:32

Aggro Antiamerikanismus …

… nichts als Nationalismus

Im CEE IEH, dem Newsflyer des Conne Islands, ist vor einiger Zeit ein Text von Kaubi erschienen (alle nicht anders gekennzeichneten Zitate aus ebd.), welcher sich mit den Rappern Fler und Bushido befasst, welche beim Label Aggro Berlin unter Vertrag stehen bzw. standen. Darin weist er an den Texten von Fler korrekter Weise nach, dass der häufig erhobene Vorwurf, dieser wäre ein Nazi, nicht trifft. Statt sich nun aber der Kritik des ganz normalen Nationalismus‘ von Fler und Bushido zu widmen, nimmt er sich deren Antiamerikanismus als Hauptkritikpunkt vor: (mehr …)

19. Februar 2006 at 11:08

„bedingungsloses Grundeinkommen“

Im Vortragsarchiv des U-Asta Referats für Ideologiekritik aus Freiburg findet sich auch ein sehr interessanter mp3-Vortrag, in welchem erklärt wird, warum die Forderung nach einem „bedingungslosen Grundeinkommen“ mit ihrem „Realismus“ auf nichts anderes als eine „zeitgemäße Organisation des im Kapitalismus notwendigen Elends“ hinausläuft. Aus dem Thesenpapier (pdf-Format): (mehr …)

18. Februar 2006 at 10:22

Weil nicht sein kann, was nicht sein darf?

In der aktuellen Jungle World macht sich Stefan Wirner über den Umgang der Linken mit den Mohammed-Karrikaturen lustig: (mehr …)

17. Februar 2006 at 18:55

„Gammelfleisch“ & „Verbrauchermacht“

In seiner Analyse bei Radio Lora (mp3, ca. 11 MB; Textversion) zum „Gammelfleisch-Skandal“ kommentiert der GegenStandpunkt nicht nur den üblichen Umgang mit Skandalen (einzelne moralisch verwerfliche Verantwortliche, leiderleider Sachzwänge, der Ruf nach dem Staat), sondern nimmt sich auch die Ideologie von der „Verbrauchermacht“ vor: (mehr …)

14. Februar 2006 at 19:04

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